Oder auch: Die Schwierigkeiten als Hochzeitsfotograf

Als ich vor zwei Jahren mit der Hochzeitsfotografie angefangen habe, war selbst ich skeptisch, weil ich mich von Bekannten anstecken lassen habe:

„Was ist, wenn etwas schief geht?“ oder „Was ist, wenn es regnet?“

Was es jedoch wirklich zu beachten gilt, wie man sich vorbereiten kann und was eigentlich alles hinter einer solchen Veranstaltung steckt, kann hier nachgelesen werden.

1. Planung

Bei einer Hochzeit gibt es viele Momente, die spontan entstehen, wie zum Beispiel Reden oder Spiele. Auf alle anderen Situationen sollte man jedoch möglichst gut vorbereitet sein. Für mich persönlich ist es wichtig, mich mit dem Brautpaar vorher auf einen Kaffee zusammen zu setzen, um alle für mich relevanten Themen zu besprechen.

  • Wie läuft der Tag ab?
  • Wer gehört zum engeren Kreis der Familie und der Freunde?
  • Wie viele Gäste sind eingeladen?
  • Wo ist die Location und wer ist der Pastor?

Durch diese und weitere Informationen bekomme ich einen Eindruck vom Hochzeitspaar und entwickle spätestens bei einer Besichtigung der Location vorab erste Bilder in meinem Kopf. Auf Grund des Zeitplans weiß ich, wann ich mich wo und wie zu bewegen habe und welche Hintergründe mir zum Beispiel bei einem Shooting zur Verfügung stehen.

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2. Weniger ist mehr

Meistens ist weniger mehr – grade im Bezug auf das Equipment und Gepäck. Um flexibel und flink zu sein, empfehle ich grundsätzlich auf einige Utensilien zu verzichten. Statt vieler Objektive kann man lieber auf eine Zweitkamera zurückgreifen. Das spart Zeit, weil man keine Linsen wechseln muss und man kann sich wesentlich besser auf das Fotografieren konzentrieren.

Erst- und Zweit-Kamera (Affiliate-Links):

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3. Sicherheit

Meiner Meinung nach einer der wichtigsten und der am meisten unterschätzte Aspekt ist die Sicherheit. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit, die dem Hochzeitspaar gegeben werden muss, sondern auch die damit einhergehende Datensicherheit.

Dabei geht es auch um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit: Sei am Besten zu jedem Treffen 5 Minuten früher da und zur Trauung sogar eine halbe Stunde zeitiger. Dadurch vermeidest du unnötigen Stress durch potentielle Staus, kannst dir die Location nochmal anschauen und kommst definitiv nicht zu spät zum wichtigsten Tag des Pärchens.

Daten sind vergänglich. Während des Internet nie vergisst, ist die Gefahr relativ groß, dass Speicherkarten das zeitliche segnen. Daher ist es immer ratsam, auf zwei Speicherkarten gleichzeitig aufzunehmen. Sollte dies nicht möglich sein, nutze mehrere aber dafür kleinere Speicherkarten, damit der Datenverlust im Fall der Fälle möglichst gering ausfällt. Und natürlich kann auch eine Kamera kaputt gehen. Dies verhindert man durch regelmäßige Wartungen durch den Hersteller. Sollte dennoch hier etwas schief gehen, kann man noch immer die Zweitkamera nutzen.

Während ich auf zwei Speicherkarten gleichzeitig aufnehme, lasse ich diese direkt nach der Hochzeit unberührt. Erst wenn ich am Rechner sitze, dupliziere ich die Inhalte auf eine Festplatte, von welcher noch ein weiteres Backup erstellt wird. Besonders kostengünstig und effizient sind Docking-Stations für interne Festplatten. Diese spiegeln sich auf Knopfdruck selbst und eignen sich gut für Datensicherungen.

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4. Bewegung

Abgesehen von der allgemeinen körperlichen Gesundheit empfehle ich immer ein wenig sportlich aktiv zu sein. Warum? Eine Hochzeit dokumentarisch zu begleiten bedeutet nicht, dass man nur in der Ecke steht und Menschen fotografiert. Ausnahmsweise heißt es hier „viel hilft viel“. Je mehr man sich bewegt, desto besonderer sind die fotografischen Perspektiven und Situationen.

Wenn am Ende gesagt wird, man habe dich gar nicht bemerkt, hast du (gerade in der Kirche) alles richtig gemacht. Ein Zusammenspiel aus viel Bewegung und ein wenig Behutsamkeit ermöglichen es dir, die ehrlichsten Momente zu erfassen.

5. Kreativität…

…der wohl schwierigste Part an einer Hochzeitsreportage. Finde besondere Perspektiven, besondere Positionen. Spiele mit dem Licht, der Sonne, den Scheinwerfern. Vergiss die Regeln, definiere sie neu oder halte dich an diese. Aber verpasse den Bildern deinen eigenen Stempel. 

Ich bin seit 3 Jahren als Hochzeitsfotograf tätig und habe bereits etliche Hochzeiten mit Hochzeitsreportagen begleiten dürfen. Referenzen aus dem Bereich der Hochzeitsfotografie sowie weitere Informationen gibt es hier.

– Niklas Christensen