Prag [ˈpraɦa]

Nach meiner Deutschlandreise vergangenen Jahres (2017) war ich ein wenig enttäuscht von deutschen (von Fotografen hoch gelobten) Städten. Eine Stadt wie Dresden entpuppte sich als Zwischenstopp für einen halben Tag. Eine kleine und wirklich schöne Altstadt – mehr aber auch nicht. Keine spannenden Gassen und irgendwie fehlten auch die Emotionen.

Für einen fotografischen Städtetrip über mehrere Tage musste also etwas besonderes her. Im östlichen Teil Europas habe ich mich bis dato noch nicht weit herumgetrieben und nach etlichen Erzählungen musste ich mir einfach selbst ein Bild machen. Ein fotografischen Bild. Von Prag.

Versprochen wurde mir eine wunderschöne Stadt mit wundervollen und auch spannenden Nebengassen. Aber auch spannende Menschen sowie billiges Bier und preiswertes Essen. Und was habe ich bekommen? Genau das. Zum Teil zumindest.

Alt und schön

Man muss einfach zugeben, dass Prag eine wundervolle Altstadt zu bieten hat. Anders als in vielen deutschen Städten gibt es nicht nur einen kleinen Teil, der sich architektonisch und alterstechnisch vom Rest unterscheidet, sondern alles ist einheitlich. Einheitlich schön. Die Stadt ist sozusagen (zum großen Teil) die Altstadt selbst.

Ich hatte 5 Tage um diese aus verschiedensten Perspektiven wahrzunehmen. Was direkt auffällt: Der Massentourismus macht auch vor Prag nicht halt. Zwar waren Herbstferien, jedoch kann man sich die Massen an Menschen im Zentrum kaum vorstellen. Und das in der Woche. Gerade um die Karlsbrücke herum.

Dokumentar / Streetphotography

Auf spannende Persönlichkeiten trifft man dabei nicht nur in den überlaufenen Gebieten, sondern auch in den Nebengassen. Egal ob Verkäufer von Baumstriezeln, Souvenirs oder andere Touristen.

Nach über einem Jahr Pause von der Streetphotography hat mich die Begeisterung wieder gepackt. Wenn nicht sogar mitgerissen. Aber auch hier merkt man, wie schnell man eigentlich aus der Übung kommt. Gerade das Verlassen der eigenen Wohlfühlzone bedarf immer und immer wieder an Übung. Aber seht selbst:

Das beste kommt zum Schluss

Essen und Bier

Das Schlusswort widme ich meinem Lieblingsthema. Essen.
In Prag gibt es meist sehr deftiges Essen. Knödel mit Gulasch und dazu Bier ist keine Seltenheit. Wer jetzt tatsächlich mit der Erwartung nach Prag geht, richtig günstiges Essen zu finden, den muss ich enttäuschen. Je nach Restaurant ist man günstiger oder eben gleichpreisig unterwegs. Dafür ist das Essen eigentlich immer richtig gut und nahrhaft.

Noch eine kleine abschließende Ergänzung: Wer keinen Kümmel mag sollte vielleicht auf das traditionelle Gulasch verzichten. 😉